Sonntag, 3. Januar 2016

Tjaden tappt (83)

Misslungene Anzeigenseite 

"Zunehmen wird dann nur die Flotte der vielen Paketwagen auf unseren Straßen." Fürchtet Knut Beyme von der Initiative "Ich kauf´ in Burgdorf" am 2. Januar 2016 in den "Burgwedeler Nachrichten/Marktspiegel" auf Anzeigen-Seite 8. Das Wenn kriegen wir später.

Erst einmal ein warnendes Beispiel aus der Schweiz, das die Boulevard-Zeitung "Blick" in einem Video dokumentiert hat. Hier klicken Sobald Sie sich von dem Schock erholt haben, kehren Sie bitte auf die "Kreisblatt"-Seiten zurück...

Schön, dass Sie wieder da sind! Weniger schön ist, was sich die Initiative "Ich kauf´ in Burgdorf" ausmalt, wenn Burgdorferinnen und Burgdorfer Waren im Internet bestellen. Dann klingeln Paketboten gar nicht, sie legen die Waren vor die Tür oder in eine Garage, "im schlechtesten Fall für jedermann sichtbar und unversichert". Oder die Pakete werden bei einem Nachbarn abgegeben, die Bestellerin oder der Besteller erfährt das gar nicht. Bekommt man die Pakete trotzdem, sind sie möglicherweise beschädigt. 

Bewiesen werden soll das wohl mit einem Foto, auf dem ein DPD- und ein UPS-Wagen nebeneinander stehen. Da passt kaum noch ein Einkaufsbummel dazwischen. Das Nummernschild des DPD-Wagens hat die Initiative "Ich kauf´ in Burgdorf" unkenntlich gemacht, damit sich kein DPD-Fahrer persönlich angesprochen fühlt. 

Eine Initiative, die den Internethandel auf diese Weise schlecht macht, erweist dem eigenen Anliegen einen Bärendienst. Die pauschale Beleidigung eines Berufsstandes ist der Sache gelinde gesagt auch nicht dienlich. Für diese Anzeigenseite kann sich die Initiative eigentlich nur entschuldigen. Und warum die "Burgwedeler Nachrichten/Marktspiegel" so etwas veröffentlichen, bleibt rätselhaft. Gibt es da niemanden, der eine gute Initiative berät und sagt: "Das lasst besser bleiben"?    

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