Tjaden tappt (445)

Mein Rad nimmt ein Sonnenbad. 
Wenn nach drei Tagen Regen in einem Loch Wasser ist

Burgdorf, Marktstraße, kurz nach 15 Uhr: Nach drei Tagen Regen reißt über meinem Rad und mir der Himmel auf, das Glockenspiel am Alten Rathaus fängt an zu scheppern, während ich auf eine Lücke im beiderseitigen Autostrom und auf besseres Wetter hoffe: "Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit? Du wohnst in den Wolken, dein Weg ist so weit."

Engensen, Ortsausgang, Richtung Schillerslage, zweieinhalb Stunden früher: Zwei Bauarbeiter blicken in ein Loch, sagt der eine zum anderen: "Da ist Wasser drin." Der Bagger am Straßenrand lässt die Schaufel hängen. Vor sechs Tagen hat er den Radweg weggerissen und ein Loch hinterlassen. Da regnet es seit drei Tagen rein. Ist also wirklich Wasser drin.

Kleinburgwedel, Höhe Feuerwehrhaus, kurz vor 17 Uhr: Die beiden Gullydeckel in der frischen Asphaltdecke sind tiefer gelegt worden. Sehe ich im letzten Augenblick, weil der Himmel inzwischen noch weiter aufgerissen ist, geschneit hat es auch nicht. Sonst hätte es gescheppert. Doch das Krankenhaus ist gar nicht so weit. 

Weitere Abenteuer eines Radfahrers




Kommentare

  1. Die Gullydeckel in Kleinburgwedel sind heute mit Baken gesichert worden, in Engensen wird wieder gebuddelt. Geht doch...

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