Tjaden tappt (395)

Das könnte Ihr neuer Arbeitsplatz sein.
Wie bekommt man einen Job beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio? Nützliche Tipps

Wenn Sie das schon nicht begreifen, dann können Sie für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio arbeiten: Ich habe seit dem 17. Februar 2014 ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft. In dem Haus gibt es drei weitere Zimmer. Das begreifen Sie? Dann passen Sie bloß auf, Sie bringen sich möglicherweise um einen neuen Job in Köln. Auch Wohngemeinschaften müssen Rundfunk- und Fernsehgebühren zahlen. 14,50 Euro im Monat. Das macht Sie hellhörig. Okay, so bewahren Sie sich Ihre Jobchancen. 

In meiner Wohngemeinschaft wechseln die Mitglieder. Den vorerst letzten Auszug hat es am 1. April 2018 gegeben. Dieses Mitglied bezahlte 15 Monate lang die Rundfunk- und Fernsehgebühren. Er meldete sich und damit die Wohngemeinschaft beim Beitragsservice ab. Die Kölner machten mich ausfindig und forderten mich im September 2018 zur Gebührenzahlung auf. Gefordert wurden von mir über 900 Euro. Finden Sie Klasse? Dann sind Sie bestens für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio geeignet.

Ich informierte meine Vermieterin. Wir verfassten fortan Briefe an den Beitragsservice. Das finden Sie lästig? Ein weiterer Pluspunkt für Sie. Die Kölner reagierten verhalten, d. h. manchmal monatelang gar nicht. Bis zum Januar 2019. Wunschgemäß meldete ich das Gebührenkonto 287 300 346, also das Gebührenkonto der Wohngemeinschaft, ab. Meine Vermieterin übernahm die Rundfunk- und Fernsehgebühren und bekam dafür ein Konto bei der Gebührenzentrale (4630 170 56).

Das hat den Kölnern aber nicht lange gefallen. Sie schrieben mir heute mit Betreff "Ihr Rundfunkbeitrag-Beitragsnummer 287 300 346": "Sie teilen uns mit, dass für Ihre Wohnung bereits Rundfunkbeiträge gezahlt werden. Unter der von Ihnen angegebenen Beitragsnummer ist eine Betriebsstätte angemeldet. Für Ihre Wohnung wird jedoch bei uns kein Rundfunkbeitragskonto geführt. Wir führen Ihr Beitragskonto deshalb unverändert weiter. Bezahlen Sie bitte den aktuellen Kontostand. Das Beitragskonto weist einschließlich 05.29 einen offenen Beitrag von 827,76 Euro auf."

Super, denken Sie? Erst die Abmeldung eines Gebührenkontos fordern, dann unter dieser Nummer eine Betriebsstätte ausmachen und diese Nummer der Wohngemeinschaft zuordnen. Außerdem die neue Beitragsnummer ignorieren. Daraus ließe sich doch was machen! Man könnte diese 827,76 Euro doch auch noch der Vermieterin in Rechnung stellen. Sie sind bestens geeignet für den Beitragsservice in Köln!

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