Tjaden tappt (269)

Bank macht den Weg frei.
Im nächsten Augenblick dämlich

Kennen Sie das? Gerade eben haben Sie sich noch für ein pfiffiges Kerlchen gehalten, Sekunden später zweifeln Sie an all Ihren Fähigkeiten? 

Das kann Ihnen in einer Bankfiliale passieren. Wenn Ihnen beispielsweise Ihr Sparbuch abhanden gekommen ist. Sie erinnern sich noch an ein Guthaben von rund 10 Euro. Sie fragen die Bankangestellte, was zu tun ist. Die erklärt Ihnen, dass Sie kein Geld abheben können und dreht den Monitor so, dass Sie die Daten, die Sie abruft, nicht sehen können. Obwohl es Ihre eigenen sind.

Sie erklären der Mitarbeiterin, dass Sie gar kein Geld abheben wollen und wiederholen Ihr Begehren. Die Mitarbeiterin weist Sie darauf hin, dass Sie eine Verlustanzeige aufgeben müssten, bevor Sie an Ihre rund 10 Euro herankommen. "Das kostet 50 Euro", sagt sie. Sie glauben, dass Sie sich verhört haben. Die Zeiten des Wuchers wähnten Sie längst vergangen. Und Geld abheben könnten Sie nicht.

Sie stellen fest, dass die rund 10 Euro wohl im Nirwana verschwunden sind. Das bestätigt die Mitarbeiterin und aus dem Büro nebenan fügt ein männliches Bankwesen hinzu, dass auf Ihrem Sparkonto schon seit geraumer Zeit nichts mehr los gewesen sei.

Sie verlassen die Bank wieder, fühlen sich ein Stückchen dämlicher und freuen sich darüber, dass sie das meiste online erledigen können. Weswegen die Bank eine Filiale nach der anderen schließt. 

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