Im Sauseschritt durch das Jahr 2016
Wenn ich glauben darf, was Bürgermeister aus der Region Hannover zum Jahreswechsel schreiben, dann halten wir alle jetzt inne und schauen auf das Jahr 2016 zurück, bevor wir die Schwelle zum Jahre 2017 überschreiten. Da ich das glaube, mache ich das jetzt auch: Ich schreite noch einmal durch dieses Jahr, das nur noch wenige Stunden dauert. Im Sauseschritt. Vielleicht kommen Sie mit.
😒
Bis kurz vor Ostern bekomme ich mehr Post als sonst.Neu ist auch: Viele Briefe tragen keine Absender, die angegebenen sind frei erfunden. Nicht jeder Brief erreicht mich auf dem Postweg, es gibt auch Briefe, die von Boten in meinen Briefkasten gesteckt oder vor dem Haus abgelegt werden. Mit einem dieser Briefe gehe ich nicht besonders pfleglich um. Ich lasse ihn bei Wind und Wetter vor dem Haus liegen und dokumentiere täglich, was Sonne und Regen mit diesem Brief anrichten. Bis jemand heimlich vorbeikommt und das Schreiben wieder mitnimmt. Bei der Staatsanwaltschaft von Hannover gibt es noch ein Ermittlungsverfahren, ich ahne, wer diese Aktion gesteuert hat.
Ein Brief liegt herum Hier klicken
😃
Im Mai bekomme ich Besuch von einem Jungen. Der zeigt mir die Tier- und Pflanzenwelt vor meiner Haustür. Wir verbringen viele Stunden auf Feldern und Wiesen, im Kleinburgwedeler Café Konrad heschwert sich der Kleine beim Inhaber darüber, dass draußen im Teich nur drei Fische schwimmen: "Es müssen vier sein. Sonst ist ein Fisch immer alleine."
⚽ Dann rollt der EM-Ball. An mehr erinnere ich mich nicht.
👀
Im Juli stellt ein Polizeibeamter aus meiner Geburtsstadt Wilhelmshaven einen blog über mich ins Netz. Er beschwert sich u. a. darüber, dass ich mich nicht an Gerichtsurteile halte. Er selbst hat gegen mich einen Zivilprozess mit Lügen über eine illegale Jugendamts-Aktion gewonnen. Sein Aktions-Kollege leistete vor Gericht Lügen-Hilfe. Und dann kommt mir dieser Polizist so!
Mehr über diese Aktion. Hier klicken
😄
Von August bis November werde ich für meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" mit Lob überschüttet. Der Text ist mir vor fünf Jahren bei einer Radtour mit meinem inzwischen verstorbenen Jagdterrier Mike eingefallen. Ich brachte ihn sofort zu Papier. Das Lob veranlasste mich zu einer dritten Auflage.
Der Klick zum Ratgeber
Meine internette Zeitung ist 2016 über 121 000 Mal angeklickt worden. Ein toller Erfolg, für den ich mich bedanke.
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Die erste Futterspende für Mike. Foto: Heinz-Peter Tjaden Mit linker Mousetaste vergrößern. Futterspenden aus Burgdorf Eine Kleinsta...
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Rücksichtsloser Falschparker. Zu mittig geparkt. Fotos: Tjaden Über Falschparker in Supermärkten Wenn Paare mit zwei Einkaufswage...
Samstag, 31. Dezember 2016
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Tjaden tappt (195)
Das Rad von Robi. Foto: Heinz-Peter Tjaden |
Ich stutze einen Augenblick, steige von meinem Rad und tatsächlich: Auf einem Feld liegt ein fast unbeschädigtes Alu-Rad von Kettler. Das Modell "Windsor" gilt als "Oldtimer" und ist bei e-bay durchaus begehrt. Bei Dieben auch, stelle ich beim Googeln fest. Auf Juist hat die Polizei am 1. August 2011 auch im Internet den Eigentümer eines solchen Rades gesucht, das nach einem Diebstahl sichergestellt worden war.
Ein Aufkleber auf dem Schutzblech des Hinterrades verrät mir, dass der erste Besitzer des Feld-Rades aus Nordrhein-Westfalen stammen muss. Verkauft worden ist das Rad vom "Radprofi Degelmann", Alter Uentroper Weg 77, Hamm. Der Fahrradschlüssel steckt in einem Schnappschloss. Am Schlüssel baumelt ein Anhänger mit dem Hinweis "Rad Robi", geschrieben mit blauem Kugelschreiber.
Der Rad-Profi aus Hamm hat auch einen Internet-Auftritt, stelle ich abschließend fest. Er heißt laut Impressum aber nicht mehr Degelmann, sondern Heiner Anxel. Was mich nicht davon abhält, ihm diese Geschichte per mail zu schicken. Denn die Frage, wie ein Fahrrad aus Hamm auf ein Feld in Kleinburgwedel kommt, verlangt geradezu nach einer Antwort. Finde ich.
Die Burgwedeler Polizei hat mir bei einem Telefongespräch versichert, dass es "auf ein paar Tage nicht ankommt", bis ich das Fundbüro informiere. Vielleicht gibt es bis dahin für diese Geschichte einen spannenden Schluss.
Mittwoch, 28. Dezember 2016
Tjaden tappt (194)
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Ein regeltreuer Indoor-Weihnachtsbaum Anfang Januar. |
In der Regel verlieren Weihnachtsbäume indoor schneller ihre Nadeln als outdoor. Sie werden trotzdem jedes Jahr indoor aufgestellt und nach einigen Tagen outdoor wieder entsorgt. Außer von den Zeugen Jehovas. Die sind sowohl in- als auch outdoor gegen Weihnachtsbäume. Da hört die nadelnde Freundschaft auf, die heute von einer Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" auf den Seiten für Burgwedel eigens für Wettmar erfunden worden ist, weil dort am 7. Januar ein Schredderfest gefeiert wird. Womit wir wieder bei den Zeugen Jehovas wären. Die haben bisher auch jede Prophezeiung geschreddert, allerdings indoor, sobald sie outdoor nicht eingetroffen ist.
Festgehalten werden darf also, dass sowohl Weihnachtsbäumen indoor und Zeugen Jehovas outdoor Compliance (=Regeltreue) bescheinigt werden kann, während der Stadtmarketing-Verein von Burgdorf (SMB) noch Regeln braucht, um ihnen treu sein zu können. Steht ebenfalls heute in besagter Beilage von "Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse". Bis dahin gilt zwar, dass abgerechnete Leistung auch erbracht worden sind (so Heiko Nebel, stellvertretender SMB-Vorsitzender), erbrachte Leistungen sind aber wohl noch nie abgerechnet worden. Könnte man aus der Beilagen-Zwischenüberschrift "Compliance-Regeln (=Regeltreue-Regeln) denkbar" schließen.
Man mag nun einwenden, dass es Regeltreue-Regeln ebenso wenig geben kann wie Ehetreue-Ehen, aber dafür erscheint besagte Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse" seit kurzer Zeit in einem neuen Format, das aber nur an den Abmessungen erkennbar wird, mit neuer Qualität hat das nichts zu tun.
Samstag, 24. Dezember 2016
Tjaden tappt (193)
Die dritte Auflage ist da: Die Lachkrampf-Gefahr für alle über 70, für deren Kinder und Enkel wächst weiter. Denn: Ich habe meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" aktualisiert. Beim Korrekturlesen ging es mir wie bisher allen Leserinnen und Leser: Ich musste immer wieder lachen oder zumindest kichern.
Zerstreut, aber optimistisch leben lassen diese Tipps alle, die als Senior ein Rentner-phone besitzen oder einen so genannten Zerstreut-Buch-Reader. Enkel und Kinder, die es gut mit über 70-jährigen Familienmitgliedern meinen, meinen jetzt schon: "Ich könnte meinen Eltern oder Großeltern ja auch daraus vorlesen, wenn sie sich tagsüber nicht verlaufen haben."
Es darf durchaus behauptet werden: Für Zerstreute, die ihre Wohnung irgendwann wiederfinden, kann es gar nichts Unterhaltsameres geben als Unterhaltung mit diesem Ratgeber im Kreise der Lieben. Sogar zerstreuter Sex ist anschließend möglich.
Erschienen als e-book und als Print (mit Bestnoten bewertet)
Hier bestellen als e-book
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Donnerstag, 22. Dezember 2016
Tjaden tappt (192)
Radio 21 schreit mich an
Mehrmals am Tag werde ich von einem Mann auf Radio 21 angeschrien. Wie alt der Mann ist, kann ich nicht sagen. Der ist ja im Radio, nicht im Fernsehen.
Jedes Mal schreit er drei Mal hintereinander: "Das Musikhaus in Burgdorf." Vorsichtshalber habe ich dieses Geschäft soeben gegoogelt und werde fortan bei meinen Radtouren die Wallstraße in der Aue-Stadt meiden. Sonst springt mir noch jemand aus diesem Musikhaus vor mein Rad und schreit mich an: "Das Musikhaus..."
Auf diese Werbe-Idee ist dieser Mann möglicherweise in Bad Elster im sächsischen Vogtland gekommen. Dort gibt es seit geraumer Zeit eine Schrei-Klinik. Männlein und Weiblein rennen den ganzen Tag um diese Klinik und schreien herum. Soll gesund sein.
Wenn das stimmt, ist dieser Mann auf jeden Fall gesund. Aber...Sollte ich mich doch einmal in die Wallstraße verirren, dann schreie ich: "Meine Bücher", "Meine Bücher", "Meine Bücher". Vielleicht komme ich dann auch in eine Klinik.
Mehrmals am Tag werde ich von einem Mann auf Radio 21 angeschrien. Wie alt der Mann ist, kann ich nicht sagen. Der ist ja im Radio, nicht im Fernsehen.
Jedes Mal schreit er drei Mal hintereinander: "Das Musikhaus in Burgdorf." Vorsichtshalber habe ich dieses Geschäft soeben gegoogelt und werde fortan bei meinen Radtouren die Wallstraße in der Aue-Stadt meiden. Sonst springt mir noch jemand aus diesem Musikhaus vor mein Rad und schreit mich an: "Das Musikhaus..."
Auf diese Werbe-Idee ist dieser Mann möglicherweise in Bad Elster im sächsischen Vogtland gekommen. Dort gibt es seit geraumer Zeit eine Schrei-Klinik. Männlein und Weiblein rennen den ganzen Tag um diese Klinik und schreien herum. Soll gesund sein.
Wenn das stimmt, ist dieser Mann auf jeden Fall gesund. Aber...Sollte ich mich doch einmal in die Wallstraße verirren, dann schreie ich: "Meine Bücher", "Meine Bücher", "Meine Bücher". Vielleicht komme ich dann auch in eine Klinik.
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