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Foto: Patricia 
Kloppert

Den Verordnungen Vornamen verordnen

Sturmtiefs bekommen Vornamen. In diesem Jahr weibliche, im nächsten männliche.  Die Corona-Verordnungen sollten ebenfalls Vornamen bekommen. Damit die Übersicht nicht total verloren geht. Die erste Verordnung sollte Andreas heißen. Denn seitdem schränken wir Kontakte ein, unser Bundesverkehrsminister soll die wenigsten von allen haben. Die zweite Verordnung könnten wir Angela nennen. Seitdem waschen wir uns regelmäßig die Hände. 

Unsere Bundeskanzlerin wäscht ihre Hände sogar in Unschuld. Deswegen wartet auch der Kolumnist Schumacher von der "Berliner Morgenpost" immer noch vergeblich auf eine Entschuldigung für Fehleinschätzungen aus dem Kanzleramt. Auf Seite 1 der Sonntagsausgabe stellt er die Frage: "Was ist so schwer an zugeben, verzeihen, besser machen?"

Für die dritte Verordnung würde sich der Name Christian anbieten. Seitdem lüften wir regelmäßig. Die vierte Verordnung könnte Jens heißen. Seitdem schieben wir Einkaufswagen durch die Supermärkte. Für die fünfte Verordnung käme Markus infrage. Seitdem maskieren sich nicht nur Bankräuber.  Dann hätten wir da noch die sechste und die siebte Verordnung mit den Vornamen Olaf und Peter. Seitdem wird Geld verteilt, wenn irgendwo die Maschinen oder die Registrierkassen angehalten werden.  

Verordnungen, die außer Kraft gesetzt werden, würden sich sicherlich über den Vornamen Hendrik freuen. Denn diesen Virologen kann nichts mehr überraschen. Verordnungen, die verschärft werden, könnten Karl heißen. Denn dem SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach können Verordnungen nie scharf genug sein. 

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