Tjaden tappt (442)

Markus Lanz, 16. Januar 2020
Foto: ZDF
Weil Weil bei Markus Lanz war

Weil Stephan Weil wieder einmal bei Markus Lanz gewesen ist, schreibe ich diese Zeilen. Diesen Ministerpräsidenten kann ich nämlich nicht mehr ernst nehmen, seit er behauptet hat, vom Diesel-Skandal erst aus den Medien erfahren zu haben. Denn dieser Sozialdemokrat regiert ein Land, das Miteigentümerin dieses Konzerns ist. Und dieses Land sind WIR!

Jetzt scheint Stephan Weil aus den Medien erfahren zu haben, dass Politiker im Netz beschimpft, verleumdet und bedroht werden. Das dürfe niemanden kalt lassen. Und schon verweist er auf das Grundgesetz, in dem steht, dass die Parteien bei der Willensbildung des Volkes mitwirken. 

Dieser Verweis scheint in einem neuen Diskussions-Leitfaden zu stehen, denn inzwischen kommen viele Politiker damit. Wenn Stephan Weil dann auch noch nickt, während ein anderer Diskussionsteilnehmer mehr Bildung fordert, fragt man sich, wann Stephan Weil endlich aus den Medien erfährt, wie mies die Bildungspolitik ist, die er als Ministerpräsident zu verantworten hat.

Die sozialen Medien, die immer häufiger in ein schiefes Licht gerückt werden, sind die Kneipen von gestern. Auch dort wurde geschimpft, verleumdet und gedroht. Ein guter Wirt hat solche Leute einfach an die frische Luft gesetzt. Solche Wirte brauchen wir in den sozialen Medien. Politiker, die sich erst regen, wenn auch der eigene Berufsstand betroffen ist, brauchen wir nicht.   

        

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