Tjaden tappt (237)

Auch eine schöne
Liebesgeschichte.
Die Legende von Paul und Juliane

Ein 30-jähriges Jubiläum gibt es zwar ebenso wenig wie 900-jährige Verlegerinnen, aber auf den Sonderseiten einer Wochenzeitung, die angeblich auch in allen Ortsteilen von Burgwedel erscheint, kann man es am 7. Oktober 2017 ja versuchen. Und wenn dafür eine Geschlechtsumwandlung notwendig ist, dann wird aus Paul eben Juliane. Dazu muss Ex-Frau nur verschweigen, dass Paul das geschrieben hat, was Juliane 30 Jahre später ihr eigen nennt. Manche Rosenkriege dauern ewig.

Und wenn Frau schon Märchen erzählt, wird der Märchenonkel demnächst in seinem Burgdorfer Magazin wieder darauf hinweisen, dass er es war, der alles gemacht hat. Ein Erfolg war es trotzdem. Darin sind sich Ex-Frau und Ex-Mann immerhin einig. 

Immerhin hat es nämlich ein Team gegeben, das die Summe, die der Rosenkrieg gekostet hat, erst erwirtschaften musste. Dafür haben einige auf vieles verzichtet. Über Jahre. Die meisten sind nicht mehr da.

Die Konkurrenz wöchentlich mit einer lebendigen Zeitung zu überraschen, hat durchaus Spaß gemacht. Diese lebendige Zeitung gibt es nicht mehr. Geblieben sind Juliane und Paul. Und wenn sie nicht gestorben sind, gibt es demnächst zwei neue.

Die auch dieses Sonderseiten-Märchen wiederholen: "Der Verein N... W...-Hilfe vor Ort e. V., gegründet von Juliane..., packt dort an..." Darauf käme nicht einmal Paul. Denn zur Gründung eines eingetragenen Vereins gehören sieben Mitglieder. Einen e. V. schafft also niemand allein. 

Heinz-Peter Tjaden
Redakteur der "N... W..." von 1989 bis 2003
Gründungsvorstandsmitglied des Vereins "N...W...-Hilfe vor Ort"

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