Zu viel Fantasie?

Neue Presse Hannover, 13. 6. 17
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Von wegen! Erst wird mein Krimi
verfilmt!
Kann man als Krimi-Autor gar nicht haben

Ob er erleichtert ist, sieht man dem blonden Brillenträger im karierten Hemd an diesem Tag nicht an. Der Diplom-Ingenieur ist wegen Totschlags angeklagt, kann das Gericht nach Abschluss des Verfahrens aber möglicherweise als freier Mann verlassen. Am 2. Juni war es zu der dramatischen Wende gekommen. An diesem Tag gingen bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeiinspektion Salzgitter gleichlautende anonyme Schreiben ein, in denen der Verfasser behauptete, dass nicht Matthias K., sondern ein 29 Jahre alter Mann der Täter sei.

Rauscht es heute im deutschen Blätterwald. Und schon komme ich angerauscht, falls Sie gedacht haben sollten, ich hätte in meinem vor wenigen Tagen erschienenen Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" zu viel Fantasie entwickelt. Wenn es um die deutsche Justiz geht, kann man gar nicht fantasievoll genug sein.

Na ja, können Sie nun einwenden, der Tjaden hat 1981 in einer Erzählung die Wiedervereinigung im Jahre 1990 vorausgesagt, und 1985 schrieb er einen Krimi über die digitalisierte Welt, die wir heute erleben, warum sollten wir ihm Vorwürfe machen?

Das fände ich nett.

Für die wenigen, die meinen Krimi noch nicht kennen, hier kann er bestellt werden.

Hashtag bei www.twitter.com #tjadenkrimis  

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