Tjaden tappt (423)

Jeremia und der Gott
ohne Gnade. 
Suchet Burgdorfs Bestes bis zur Zerstörung

Der Oktobermarkt-Sonntag hat mit einem ökumenischen Gottesdienst begonnen. Susanne Paul von der Martin-Luther-Gemeinde in Ehlershausen und Friederike Grote von der Pankratius-Gemeinde in Burgdorf stellten Medienberichten zufolge Sätze aus "Jeremias Brief an die Weggefährten in Babel" in den Mittelpunkt ihrer Predigten. Der Schlüsselsatz lautete "Suchet der Stadt Bestes". Klingt doch gut. Aber: Wir werden sehen.

"Jeremias Brief an die Weggefährten in Babel" gehört zu seinen Prophezeiungen über das Schicksal der  "Könige und falschen Propheten". Der Prophet badet in Blut, kündigt die Zerstörung von Jerusalem an, warnt vor einem gnadenlosen Gott, wer wegzieht ist auch nicht sicher, denn überall gibt es "Ehebrecher und wegen des Fluches vertrocknet das Land und die Weideplätze in der Steppe verdorren". 

Bis zum "Besten für die Stadt" schüttet Jeremia noch den Becher des Zorns über alle Völker aus: "...dass sie wüst und zerstört liegen und ein Spott und Fluch sein sollten." Nun fehlt nur noch die Hinrichtung eines anderen Propheten und schon kann das "Beste für Babel" getan werden. Wohlgemerkt: nicht für Jerusalem oder die anderen Orte, aus denen die Juden vertrieben worden sind, sondern für Babel und in Gefangenschaft, die nach 70 Jahren ebenfalls blutig endet: "Siehe, ich will Schwert, Pest und Hunger unter sie schicken und will sie zum Bild des Entsetzens machen..."

Was aber leiten Grote und Paul aus all dem Furchtbaren ab? Laut Medienberichten dies: "Lasst uns mutig zusammen aufbauen und miteinander leben. Das Ziel ist Frieden und ein gerechtes Miteinander." Bis Gott Burgdorf zerstört und alle nach Lehrte zurückkehren?

Schönen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 

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