Tjaden tappt (213)

Das halte ich im Kopf nicht aus

Wenn ein Veranstalter dem "Marktspiegel" eine Pressemitteilung schickt und ankündigt: "Wir servieren bei unserer Feier Kaffee und Kuchen", dann steht das so in dieser Wochenzeitung. Demnächst spielt dieses Anzeigenblatt auch noch für Hannover 96 in der Bundesliga und der Trainer wird nach jedem Spiel entlassen. 

Dennoch ist der "Marktspiegel" nach eigenen Angaben ein "unbestreitbarer Erfolg", zumindest, wenn der Geschäftsführer geht. Dem allerdings ist vorher einige Male entgangen, dass man in einem Wald keineswegs ein Kunstwerk entfernen muss, damit zwischen den Bäumen der Wind wieder frei wehen kann. Stand jedoch im "Marktspiegel" und muss deshalb wohl stimmen.

Kreativer beim Abschreiben von Pressemitteilungen ist die "Neue Woche". Die werden dort so schnell abgetippt, dass sich so manches Wort auf wundersame Weise verändert. Hat man dieses Wort endlich entziffert, fehlt die nächste Zeile. 

Veranstaltungen werden mit dem Auftakt eröffnet. Eine Band, von der es viele Alben gibt, will bei einem Konzert angeblich beweisen, dass ihr letztes Album endlich gut geworden ist. Gestaltet werden die Seiten nicht mehr. So mancher Einspalter macht deswegen einen verklemmten, pardon: eingeklemmten Eindruck.

Fehlerfrei sind jedoch die Aufkleber, die es auf immer mehr Briefkästen gibt: "Keine kostenlosen Zeitungen". Diese Zusätze denke ich mir manchmal unter diese Hinweise: "Weil wir Kinder haben, die noch zur Schule gehen", "Weil ich den Einbürgerungstest gern bestehen möchte"...

Einige sind sogar schon so sehr genervt, dass sie auf ihre Briefkästen auch noch die Internet-Adresse der Verbraucherzentrale kleben, die sie notfalls vor kostenlosen Zeitungen schützen soll. 

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