Mittwoch, 2. Dezember 2015

Tjaden tappt (71)

Margaretenstraße 29 in Wilhelms-
haven Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Und darauf ein Perversico

Jeden Abend trinken sie einen Perversico. Bevor mir gestern in Wilhelmshaven der Strafprozess gemacht worden ist, weil ich bei einem Verfahren vor dem Hamburger Landgericht beim Prozesskostenhilfeantrag geschummelt haben soll, das der Lüneburger Sozialpädagoge Ruthard Stachowske als ehemaliger Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch unter dem Dach der Sucht- und Jugendhilfe gegen mich angestrengt hat, weil er unbedingt weiter dreiste Lügen über zwei Ex-Klientinnen verbreiten wollte, bekam ich - wie ich unter Tjaden tappt (70) berichtet habe - zwei Erpresserbriefe, angeblich verfasst in der Margaretenstraße 29, Wilhelmshaven, und abgestempelt in Hamburg. Im ersten Brief wurden alle Aktenzeichen aller Verfahren, die es 2010 und 2011 zwischen der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, Ruthard Stachowske und mir gegeben hatte, aufgelistet, so dass mir sofort völlig klar war, woher der Wind wehte.

Die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg wurde 2012 an die Step gGmbH Hannover verschenkt, neuer Geschäftsführer wurde Serdar Saris, der alle Skandale unter den Teppich kehrte und dafür - oder trotzdem? - am Montag in der "Neuen Presse" Hannover eine ganze Seite bekam. Ich fuhr derweil nach Wilhelmshaven. Die Richterin beendete die Verhandlung mit dem Satz "Es tut mir Leid, was Ihnen passiert ist". Vorher hatten wir einen Kompromiss geschlossen, der die Sache beendete, ich wies in dem Prozess darauf hin, dass ich nichts Konkretes sagen würde, um Ex-Klientinnen und Ex-Klienten der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, die 2014 geschlossen wurde, nicht zu gefährden. Im Internet waren in den vergangenen Jahren bereits wüste Drohungen gegen einen Ex-Klienten, gestohlene Dokumente, Hetz-Seiten gegen die Vorgängerin von Serdar Saris und ein anonymer blog veröffentlicht worden, der angeblich von meiner Familie stammte - wie in diesen Tagen die beiden Erpresserbriefe.

Heute informierte ich alle Mieterinnen und Mieter in der Margaretenstraße 29 schriftlich über das Geschehen mit der Bitte um Hinweise. Denn die Erfahrung hat zum Beispiel Kriminalisten gelehrt: Jede Tarnung enthält Hinweise auf die Identität des Getarnten. So muss es einen Grund dafür geben, warum die Verfasser diese Adresse gewählt haben. Es handelt sich um den ersten Eingang, wenn man von der Heppenser Straße kommt, und um den letzten Eingang, wenn man von der Gökerstraße kommt. In der nächsten Straße befindet sich die Wohnung, in der ich von 2004 bis 2014 gelebt habe.

Wie immer machte ich die Heimfahrt über Dörfer und kleine Städte, stieg dort aus, machte Spaziergänge in Syke und Celle. Zuhause angekommen öffnete ich meinen Briefkasten. Darin ein Schreiben von der Stadt Burgwedel. Man habe den Hinweis bekommen, dass ich einen Hund hätte. Mein Hund Mike ist seit dem 19. November tot, gestorben nach einem Verkehrsunfall. Das wissen hier alle, die uns unterwegs gesehen haben. Aus Burgwedel kann der Hinweis also nicht kommen...Wer den Hinweis gegeben hat, wird mir niemand verraten. Das war gestern in Wilhelmshaven auch so. Wer mich wegen angeblicher Prozesskostenhilfe-Schummelei angezeigt hatte, verrieten mir weder Richterin noch Staatsanwältin. Ich erfuhr nur, Ruthard Stachowske sei es nicht gewesen.

Eine Flucht-Geschichte aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, die ich von Anfang bis Ende und auch nach der sicheren Ankunft begleitet habe. Hier klicken 

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Die Würde des Menschen ist für uns kaum noch ertastbar Hier klicken

Briefe 5 und 6 in meinem Briefkasten Hier klicken     

Kommentare:

  1. Ein anonymer Kommentator mit falscher mail-Adresse hat sich schon nach dem Prozessausgang erkundigt. Ich habe ihm geantwortet. Ob er die Antwort verträgt? https://heinzpetertjaden.wordpress.com/2015/11/13/erpresser-aus-wilhelmshaven-sitzen-in-der-margaretenstrase-29-mit-einer-toten-an-einem-tisch/#comment-357

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  2. Die Anmerkung, ob Serdar Saris dafür oder trotzdem eine Seite in der "Neuen Presse" bekommen hat, ist natürlich provokativ. Eigentlich liegt es an mangelnder Qualität dieser Zeitung...Serdar Saris hätte man ja googeln können, wenn man googeln könnte. Aber wer die heutige Schlagzeile auf Seite 1 "Weihnachten kann kommen" originell findet, der titelt kurz vor Weihnachten am Montag auch "Die Ufferstehung" nach dem 4 : 0-Sieg der Roten gegen Ingolstadt. Ergo: Am Montag dachte man bei der "Neuen Presse" noch, bald sei Ostern - und schon erfuhr man, nö, Weihnachten. Heinz-Peter Tjaden

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    1. Bei einer der beiden von Ruthard Stachowske auch vor dem Hamburger Landgericht verleumdeten Mütter, die aus seiner Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch schnell wieder abgehauen war und ihr Kind kurz danach wieder bekam, hat ein Familiengericht festgestellt, dass Stachowske überhaupt keine “tatsächliche Therapie” machte. Ein Gutachter rief Stachowske vor der Verhandlung vor dem Familiengericht an und wollte von ihm wissen, warum diese Mutter ihr Kind nicht wiederbekommen sollte. Er teilte der Richterin mit, dass Stachowske überhaupt nicht in der Lage sei, einen Grund zu nennen…Später verklagte Stachowske diese Mutter wegen ihrer Berichte über ihre Erfahrungen in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, ich sprang ihr zur Seite. Inzwischen kannte ich diese Mutter und ihr Kind persönlich. Alles, was von der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch über Mutter und Kind behauptet worden war, war schlicht von der Einrichtung verbreiteter Unsinn, um Mutter und Kind möglichst lange in der Einrichtung festhalten zu können. Doch Stachowske hatte Pech: Das Familiengericht fiel auf ihn nicht herein. Zur Verhandlung kam er auch nicht persönlich, sondern schickte eine seiner beiden Stellvertreterinnen, die sich vor Gericht blamierte.

      In einer der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit mir behauptete sein Anwalt, ich sei Stachowske nicht gewachsen. Da Stachowske zu jener Zeit schon Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden war, schlug ich Hochschule und Stachowske eine öffentliche Diskussion mit mir vor. Hochschule und Stachowske kniffen…

      Stachowske kniff auch, als er von Betroffenen zu einem Treffen eingeladen wurde, das in Lüneburg stattfand.

      Heinz-Peter Tjaden

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    2. Nach dem 4. Brief ist mir klar geworden: das kann nicht sein- Stachowske ist nicht der Sohn von Herrn Tjaden, niemals.

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    3. das ist zutreffend. meine söhne sind mangels vorhandenseins wohlgeraten, die verfasser der briefe haben wohl nur geraten...sollte demnächst jemand behaupten, dass der sozialpädagoge ruthard stachowske mein sohn ist, müsste er diesen titel sofort wieder zurückgeben. an die rückgabe von titeln ist er schließlich gewöhnt...heinz-peter tjaden

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